Hanse Business Network



en_infoservice_a.GIF (803 Byte)
Agrarpolitik - Die schwedische Reform
aufwaerts

1990 beschloß der Schwedische Reichstag eine Reform der Agrarpolitik. Die neue Politik unterschied sich radikal von der vorhergehenden, die viele Jahre lang gegolten hatte. Ein Grundzug der neuen Politik war, den landwirtschaftlichen Sektor dem freien Spiel des Marktes auszusetzen. Die Produktion sollte dann durch die Nachfrage im Rahmen eines Abgabensystems gesteuert werden. In Übereinstimmung damit erhielten die Erzeuger jetzt Bezahlung für solche Erzeugnisse und Dienstleistungen, für die Nachfrage bestand. In der neuen Politik wurde auch festgelegt, daß Erzeugnisse und Dienstleistungen, die von der Gesellschaft im großen nachgefragt wurden, vom Staat bezahlt werden sollten. Bestimmte Maßnahmen, die erforderlich waren, um spezielle regionalpolitische Ziele zu erreichen und den Umweltschutz sowie die Lebensmittelbevorratung für den Notfall zu gewährleisten, fielen in die genannte Kategorie.

Bestimmte Regelungen ließ man auslaufen, um den Übergang zu einem deregulierten Binnenmarkt zu erleichtern. Auch andere vorübergehende Maßnahmen wurden ergriffen.

Gleichzeitig mit der Einführung der Reform am 1. Juli 1991 beantragte Schweden seinen Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft. Die Verhandlungen über die Bedingungen für die schwedische Mitgliedschaft wurden im März 1994 zu Ende geführt.

Die Reform von 1990 wurde in einigen Punkten revidiert, um die schwedische Landwirtschaft auf einen möglichen Beitritt zur Gemeinschaft vorzubereiten. Diese Änderungen zielten darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu erhöhen und gleichzeitig eine Produktion aufrechtzuerhalten, die in der Lage sein würde, auf dem Europäischen Markt zu konkurrieren.

seitenanfang.gif (488 Byte)

 


© 1996-2000 Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH. Zuletzt aktualisiert am 03. März 2000
eMail: info@hbn.luebeck.org
Optimiert für Netscape Navigator 4.x und Microsoft Internet Explorer 4.x ab 640 x 480 Punkten.
Gefördert aus dem Interreg IIC Programm der Europäischen Union