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Konsumgütermarkt
aufwaerts

Bei der Betrachtung des schwedischen Konsumverhaltens, sollte man sich die Verteilung der verfügbaren Nettoeinkommen vor Augen führen. Die Höhe der Bruttoeinkommen sind ziemlich gleich verteilt. Die steuerliche Belastung ist jedoch sehr hoch, wobei erwähnt werden muß daß ein Großteil der Steuergelder in Form von umfangreichen Sozialleistungen wie z.B. Kranken- und Arbeitslosenunterstützung, Kindergeld, Wohngeld etc. zurückerstattet wird. Durch dieses System ist das verfügbare Einkommen jedes Einzelnen ähnlich groß, wobei ein nur sehr kleiner Teil wesentlich mehr bzw. weniger als der Durchschnitt zur Verfügung hat.

Im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt ist der Markt für hochpreisige einschließlich Nahrungsmittel und Bekleidung sehr klein. Auf der anderen Seite ist der Markt für Billigprodukte ebenso begrenzt, da in Schweden auf bezahlbare Qualitätsstandards geachtet wird.

Abweichend von diesem Schema haben Kraftfahrzeuge und Wohnungen einen viel höheren Stellenwert als in anderen europäischem Staaten. Auch wird in die Bereiche Wohnungseinrichtung und Freizeitgeräte sowie Werkzeuge mehr investiert.

Obwohl die Schweden einen Großteil ihres Einkommens bereits in aufwendige Anschaffungen wie Auto, Heim und andere Anschaffungen investierten, kann man feststellen, daß überwiegend typische Gewohnheiten erkennbar sind. Zum einen gehen Schweden seltener auswärts Essen zum anderen findet ca. 95% des gesamten Weinkonsums zu Hause statt.

Viele Grundbedürfnisse, wie Gesundheitsversorgung, Schulbildung, Altenpflege usw. durch staatliche Mittel gedeckt, wodurch ein weiterer Bedarf an Investitionen in diesen Bereichen nicht als notwendig erscheint. Auch kann es vorkommen, daß Produkte den Endverbraucher nicht über den Einzelhandel erreichen, sondern über öffentliche Institutionen, denen man in diesem Falle die Verkaufsaktivitäten widmen sollte.

Der schwedische Markt bietet ähnlich dem deutschen eine Vielzahl von Vertriebskanälen, die u.a. von dem jeweiligen Produkt abhängig sind. Besonderes Kennzeichen ist, daß der Konsumgütermarkt von einer kleinen Zahl großer Unternehmen beherrscht wird. Speziell in der Zusammenarbeit mit diesen Abnehmern bietet sich der direkte Kontakt ohne Einschaltung von Vermittlern an.

Die Geschäftswelt in Schweden ist klein - man kennt sich. Positive aber auch negative Erfahrungen sprechen sich schnell herum, so daß man auch das Firmenimage besonderen Wert legen sollte.

Die Größe des Marktes wirkt sich auch auf den Vertriebsweg aus - Handelsvertreter verlangen oftmals Exklusivrechte, deren Umgehung zu schweren Schäden in der Geschäftsbeziehung, auch mit anderen Kunden führt.

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