Das Königreich Schweden ist mit einer Fläche von 449.964 km2 das viertgrößte Land Europas. In nord-südlicher Richtung erstreckt es sich über eine Länge von 1.574 km und mißt an der breitesten Stelle ca. 500 km. Im Westen und Nordwesten grenzt Schweden an das Königreich Norwegen, im Nordosten liegt die 539 km lange Grenze zu Finnland.
Unter geographischen Gesichtspunkten läßt sich das Land in Nord-, Mittel- und Südschweden einteilen, wobei Nordschweden (Norrland) die Hälfte der gesamten Landesfläche einnimmt. Durch den Golfstrom zeichnet sich Schweden durch ein vergleichsweise mildes Klima aus. Bedingt durch die geographische Länge herrschen jedoch unterschiedliche klimatische Bedingungen.
Die Bevölkerungszahl Schwedens betrug im Dezember 1995 ca. 8,8 Mio., die sich aus alteingesessenen Schweden, 0,5 Mio. Einwanderern und einer finnischen Minderheit sowie ca. 15.000 Lappen (Samen) zusammensetzt. Mit einer Bevölkerungsdichte von 20 Einwohnern je km2 ist Schweden eines der am d&üuml;nnsten besiedelten Länder Europas. Die Bevölkerung ist dabei ungleich verteilt; ca. 85 % leben in der südlichen Hälfte des Landes in der auch die größten Städte liegen: Stockholm, Göteborg, Malmö, Uppsala, Linköping und Norrköping.
Schweden ist eine konstitutionelle Erbmonarchie mit parlamentarischer Demokratie. Der Reichstag bildet die Legislative und besteht seit 1971 aus einer Kammer, deren 349 Mitglieder im Abstand vor 4 Jahren in direkter Wahl bestimmt werden.
Die Länsstyrelse ist die Regierung in jedem der 24 Provinzen (län) Schwedens. Als staatliche Behörde stellt sie einerseits eine Außenstelle der Landesregierung dar und nimmt andererseits die Interessen ihres Läns gegenüber den Entscheidungsträgern auf Landesebene wahr. Zum Aufgabenkreis der Länsstyrelse gehört auch die Nachfassung und Auswertung der vielen Regierungs- und Parlamentsbeschlüsse, die direkt das einzelne Län und dessen Einwohner betreffen.
Oberster Leiter der Länsstyrelse ist der Landshövding (etwa: Gouverneur), der von der Regierung bestellt wird. Der Landshövding stammt in der Regel aus Politik, Beamtentum, Wirtschaft oder Gewerkschaftskreisen, er muß allerdings sein Amt politisch neutral ausüben. Der Stellvertreter des Landshövding trägt den Diensttitel Länsråd (in Stockholm Länsöverdirektör).