
|
|
Ärzte werden an den
Universitäten Lund, Göteborg, Linköping, Stockholm (Karolinska Institutet), Uppsala und
Umeå ausgebildet. Die Ausbildung ist mit der Tätigkeit an den
Universitätskrankenhäusern und anderen relevanten Teilen des Gesundheitswesens, z.B. der
primären Krankenpflege verknüpft. Die
Ausbildung der Ärzte bis zur Approbation umfaßt ein fünfeinhalbjäriges Studium und
einen praktischen, sog. Allgemeinärztlichen Dienst von 21 Monaten. Mit der Approbation
ist der Arzt voll befähigt, den Arztberuf auszuüben, aber so gut wie alle Ärzte
erhalten nach mindestens fünfjähriger Tätigkeit eine Qualifikation als Facharzt auf
einem der 60 Gebiete, die als Spezialitäten anerkannt sind. Jedes Jahr nehmen etwa 900
Studenten ein Medizinstudium auf.
Die Ausbildung der Krankenschwestern ist dreijährig
und findet an etwa 30 Hochschulen für Pflegeberufe mit ungefähr 3.500 Plätzen für
Anfänger statt, die normalerweise von den Provinziallandtagen betrieben werden.
Die schwedische medizinische Forschung nimmt im
internationalen Vergleich auf vielen Gebieten eine Spitzenstellung ein. Sie ist durch enge
Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern und klinischen Forschern und eine starke
Integration von Forschung und Entwicklung in der Gesundheits- und Krankenpflege,
insbesondere an den Universitätskrankenhäusern, gekennzeichnet. Die medizinische
Forschung wird hauptsächlich mit staatlichen Mitteln finanziert, die Provinziallandtage
stellen jedoch auch Ressourcen für die patientennahe klinische Forschung zur Verfügung.
13 % der gesamten staatlichen Forschungsmittel werden der medizinischen Forschung
zugeteilt. |